Bärlauch - eine wunderbare Heilpflanze

Aus aktuellem Anlass (ich komme gerade aus einem Waldstück bei Köln Dünnwald) möchte ich dich auf ein wunderbares Kraut aufmerksam machen.

Der Bärlauch!

Überall in Deutschland findest du dieses sehr heilsame Kraut. Es wächst wild in den Wäldern in der Zeit von März bis Mai und kann sehr einfach zu einem tollen Pesto verarbeitet werden. So kannst du den Bärlauch das ganze Jahr genießen. Natürlich ist auch der Einsatz in Salat oder als Bärlauchsuppe möglich. Am besten einfach mal Googlen.

In der Rohstoffkunde (unter der Herstellung) findest du bemerkenswerte Wirkungen von Bärlauch auf deine Gesundheit, die du sicher noch nicht wusstest.

Wild ernten

Wir pflücken den Bärlauch in einem nahe gelegenen Waldstück. Aber achte bitte darauf, dass du pro Pflanze nur 1 bis 2 Blätter, am besten mit einer Schere, abschneidest. So kann der Bärlauch schnell wieder regenerieren und auch im nächsten Jahr erneut wachsen. Auch wenn ein grosses Feld dazu verleitet wie wild zu pflücken, bitte ich dich, nur so viel zu sammeln, wie du auch verarbeiten kannst. Wir hatten bei unserer letzten Tour 2 normale Einkaufstüten (aus Leinen) mit. Das hat ungefähr 5 Kilo Bärlauch ergeben.

Zutaten/Pestoglas:

250 gr frischer Bärlauch
50 gr Pinienkerne
50 gr Parmesankäse
150 gr Olivenöl
Meersalz und Pfeffer nach eigenem Geschmack

Herstellung:

Die Bärlauch Blätter gründlich waschen und entweder im Spültuch oder in einer Salatschleuder wieder vom Wasser trennen (Je weniger Wasser später im Pesto ist, umso haltbarer wird es). Anschließend die Pinienkerne in einer Pfanne, ohne Öl, leicht anrösten (gibt ein gutes Aroma in das Pesto). Jetzt alles in einen Mixer (manche nehmen auch einen Mörser) geben und gut zerkleinern, sodass ein sämiger Brei entsteht. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in abgekochte Marmeladengläser (oder was du bevorzugst) abfüllen. ACHTUNG: Oben auf dem Pesto sollte IMMER etwas Öl stehen, sodass sich kein Schimmel bilden kann. Sauerstoff im Pesto führt zu Gäraktivitäten und die gilt es immer zu vermeiden.

Als Variante kannst du auch Piri Piri Schoten mit unter das Pesto geben. Experimentiere doch einfach und teile uns unten, bei den Kommentaren deine Erfolge mit.

Die Anwendung:

Das Pesto schmeckt wirklich zu vielen Gerichten. Als Aufstrich oder auf gegrilltem Fisch. Vielleicht auf warmem Brot oder als Haube auf einem Linsengericht. Der Bärlauch wird vielfach unterschätzt, darum findest du in der Rohstoffkunde einige bemerkenswerte Informationen, was der Bärlauch für deine Gesundheit alles tun kann.

Übrigens ist der Nebeneffekt von Bärlauch, dass sein typischer Knoblauchgeruch nicht deine Mitmenschen belästigt. Denn Bärlauch schmeckt zwar wie Knoblauch, hinterlässt aber nicht den unangenehmen Mundgeruch.

Liebe Grüße
Marc

PS: Bitte hinterlasse deinen Kommentar unter den Rohstoffinfos

PPS: Bitte lese unbedingt die Infos zur Verwechslungsgefahr und dem Fuchsbandwurm.

Kurzinfos zu den Rohstoffen:

Bärlauch: Das möglicherweise wichtigste medizinische Anwendungsgebiet des Bärlauchs ist seine heilende Wirkung auf die Blutgefässe.

Krankhafte Ablagerungen in den Blutgefässen werden abgebaut, der Cholesterinspiegel wird gesenkt und die Blutgefässe werden elastischer. Die gefürchtete Arteriosklerose wird also gemildert und ihrer Entstehung wird vorgebeugt.

Dadurch wirkt der Bärlauch gleich auf eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten heilsam, denn viele Krankheiten stehen im engen Zusammenhang mit der Arteriosklerose.

Sei es der Bluthochdruck, die kalten Füsse oder Hände, schlechte Hautheilung durch Mangeldurchblutung, Kopfschmerzneigung, Schwindel, manche Gedächtnisstörungen, Schmerzen beim Gehen oder Leistungsschwäche.

All diese gesundheitlichen Probleme können durch Arteriosklerose verursacht werden (es gibt auch andere Ursachen). Wenn Arteriosklerose die Ursache ist, können die Beschwerden durch die Anwendung von Bärlauch gelindert werden.

Sogar dem gefürchteten Herzinfarkt und dem Schlaganfall kann man durch Bärlauch vorbeugen. Jedoch sollte eine Bärlauch-Kur nicht die einzige Massnahme sein, um diese schweren Erkrankungen zu verhindern, sondern nur Teil eines Gesundheitsprogrammes, das unter anderem eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung umfasst.

Die Informationen sind zu finden auf: http://baerlauch.die-heilpflanze.de/heilwirkung.htm

Achtung:

Die Blätter des Bärlauch ähneln denen der Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Geflecktem Aronstab. Alle drei sind giftig, haben jedoch nicht den typischen Knoblauchgeruch. Also sei bitte achtsam.

Ebenso solltest du achtsam sein, wenn du in einem Gebiet wohnst, indem es Füchse gibt. Zwar ist es nicht wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Fuchsbandwurm auf den Menschen übergehen, doch du solltest auf jeden Fall, die wild gesammelten Blättern sehr, sehr gut waschen und säubern. Zu den Risikogebieten zählen die: Schwäbische Alb, die Alb-Donau-Region, Oberschwaben und das Allgäu. Du kannst dich jedoch auch bei deinem Gesundheitsamt genauer informieren.

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MARC GERHARDT
Kräutermagie

Meine Passion ist es Schritt für Schritt un­ab­hängiger zu werden und altes Wissen wieder Alltags­tauglich zu machen.

Marc Gerhardt beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Naturkosmetik und sucht ständig nach neuen Rezepten oder altem Kräuterwissen.

In seinen Workshops und hier im Blog ist dazu stets neues zu finden.

Wenn er nicht gerade rührt ist er mit seiner "MISSI" unterwegs.

Er lebt mit seiner Frau und ihren beiden Töchtern in Erftstadt.

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